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Sehr geehrte Damen und Herren,ich verwende das Ballistol Stichfrei und habe tatsächlich das Gefühl weniger von Mücken und Zecken belästigt zu werden.Allerdings wurde ich trotz Einsprühen mehrfach von Hirschlausfliegen angeflogen. Diese lästigen Viecher scheinen sich nicht sonderlich beirren zu lassen und halten mich für einen Hirsch. Glücklicherweise wurde ich nicht gestochen, denn diese Fliegen können unter Umständen unangenehme Krankheiten wie das Fünftagefieber oder ähnliches übertragen.Vielleicht kennen Sie ja eine Erklärung, weshalb diese Fliegen sich offenbar nicht durch das Spray abhalten lassen, jemanden anzufliegen.Mit freundlichen Grüßen,Tobias ####
Sehr geehrter Herr ####,vielen Dank für Ihr Mail und Ihrem Vertrauen in unser Produkt Stichfrei. Gerne versuchen wir Ihre Frage zu beantworten, wenngleich wir hierfür erst etwas rescherschieren mussten. In der Literatur wird angegeben, dass die Hirschlausfliege (Lipoptenia cervi) seit einigen Jahren, hauptsächlich in der Zeit von August bis Oktober nicht nur Hirsche, Dachse und Rehe aufsucht, sondern auch den Menschen, Hunde, Katzen und Pferde befällt. Sie verliert nach der Landung auf dem Wirt ihre Flügel und sucht in schnellem Tempo eine geeignete Bissstelle. Bevorzugt sind die Gegend um den Hinterleib, an den Innenschenkeln dem Behang und der Schweifrübe. Sie krallt sich mit ihren sehr stabilen Beinchen fest, auch in den Kopfhaaren des Menschen, und macht sich ganz flach gedrückt ans Werk.Bei Tieren kommt es nach dem Biss häufig zu einer eitrigen Hauterkrankung die mit Fieber einher geht. Verursacht wird diese Erkrankung durch das Bakterium Bartonella schoenbuschensis. Beim Menschen zeigen sich die Symptome anders; das Bakterium kann Herzentzündungen hervor rufen. Sollte man nach einem Stich Fieber, Hautausschläge oder Eiterungen feststellen sollte der Hausarzt in dem Fall davon erfahren. Andere Bakterien der Bartonellen Gruppe lösen ebenfalls zum Teil lebensbedrohliche Krankheiten beim Menschen aus.Hirschlausfliegen gehören zur Familie der Lausfliegen, von denen es rund 200 Arten gibt und die weltweit vom Breitengrad Nordafrika bis in die Taiga und Tundra verbreitet sind. Ähnlich wie bei den Kriebelmücken ist wohl deren Geruchssinn nicht so spezifisch entwickelt, so dass sie schlecht auf Insektenrepellentien reagieren. Wie die Fliegen dann ihre Wirte finden, ist nicht schlüssig, offenbar müssen sie dann noch andere Rezeptoren haben, mit denen sie ihre Futterquelle ausfindig machen.Somit wirken gängige Repellentien wie Autan leider nicht. Stichfrei setzt im Unterschied zu herkömmlichen Mitteln auf die Kombination ätherischer Öle und eines chemischen Repellentwirkstoffes. Das ganze gepaart mit Sonnenschutz und Hautpflegeöle, sowie einem angenehmen Geruch ist nahezu einzigartig. Trotzdem scheint die Hirschlausfliege nach Ihren Angaben sich davon nicht beirren zu lassen.In der Literatur heißt es, dass Jacutin aus der Humanmedizin mit dem Wirkstoff Lindan, das normaler Weise gegen Filzläuse und Nissen eingesetzt wird, Hilfe bringt. Einigermaßen einfach Entfernen lassen sie sich nur, wenn sie sich noch nicht festgesaugt haben, mit Daumen- und Zeigefingernagel. Wenn das geschafft ist, bitte nicht einfach wegwerfen, sondern sie zerquetschen oder mit dem Feuerzeug verbrennen. Ansonsten befallen sie den nächsten Wirt an und vermehren sich rasant weiter.Wir hoffen wir konnten Ihre Frage zu Ihrer Zufriedenheit beantworten, sollten Sie weitere Informationen benötigen oder Fragen haben, können Sie uns jederzeit kontaktieren.Mit freundlichen GrüßenDr. Christian ZettlerGeschäftsführerF.W. KLEVER GmbHHauptstrasse 20D-84168 Aham