Das war mal wieder eine Saison 2010/11. Hoch’s und Tiefs – so wie es der leidgeplagte FC Fan seit Jahren gewohnt ist. 5 Punkte nach 9 Spieltagen, dann der Trainerwechsel und der Aufschwung, ein dicker dicker Dämpfer mit einer 0:4 Heimniederlage gegen Gladbach, 7 Heimsiege in Folge – best of ever – damals eingeleitet durch einen historischen 3:2 Sieg gegen München nach 0:2 Rückstand. Nach dem 4:0 gegen Hannover hatte ich mein Fahrrad schon auf gepumpt, nach der 0:3 Niederlage in St. Pauli die Luft ganz schnell wieder raus gelassen. Zwei last-minute-Siege gegen Freiburg und Nürnberg sollten noch Gold wert sein. Es folgten eine 1:3 Heimniederlage gegen Stuttgart, ein 1:5 in Gladbach, ein 1:4 in Wolfsburg, wieder Trainerwechsel und satte 9 Punkte bei 6:1 Toren aus den letzten drei Spielen gegen Leverkusen (welch eine Genugtuung, damit haben wir Dortmund zum Meister gemacht), Frankfurt (damit haben wir Gladbach am Leben gehalten und uns selbst gerettet) und Schalke. Na gut, also Luft wieder rein in die Reifen und für Mittwoch den 18.5. die Tour geplant.
Die Wettervorhersage mehr als gut, im Gepäck neben bevorstehenden ca. 120 km auch 24 Tradis und ein Earthy – wie immer wohl wissend, dass ich nie und nimmer auch nur annähernd alles mitnehmen kann. Aber besser zu viel als zu wenig im Gepäck, wiegt ja nix. Außerdem mit an Bord: ein Trinkrucksack gefüllt mit einem Liter Kraneburger, eine Ersatzflasche mit Selbigem, einige Brötchen, ein wenig Obst und eine Nussmischung von Schwiegermama. Cachemobil war mein erprobtes Mountainbike, dessen 7000ster Kilometer an diesem Tag fallen sollte.
Was war anders als in den Vorjahren? Eigentlich nicht viel. Mein altes E-Trex wurde wieder aktiviert und zur Sicherheit das im ständigen Einsatz befindliche 60 Csx mitgenommen – man weiß ja nie... Gebraucht habe ich es freilich nicht. Im Gegenteil: das E-Trex leistete ausgezeichnete Arbeit. Eine Neuigkeit gab es dennoch. Bis Bonn kenne ich die Strecke mittlerweile im Schlaf, aber danach machen Wegpunkte einem das Leben deutlich leichter. So war die Strecke diesmal recht gut durchgeplant. Außerdem hatte ich mir vorab schon die Zugverbindungen für die Rückfahrt ab Köln Hbf herausgesucht.
Los ging es heute, am 18.05.11 um 7.30 Uhr. Erste Station waren die beiden neuen Caches von Kris71, Preußischer Meilenstein und 3 B-Stadt, die beide unmittelbar an der ausgewählten Strecke lagen, gefolgt vom CADS-Cache „Brohl Lützing“. Danach wurden Kilometer gemacht und bereits um 10.15 Uhr ging es bei Rolandseck über die Landesgrenze NRW.
Nach dem einen oder anderen Tradi in Bonn wurde es mir zu bunt. Bonn ist ja wirklich eine schöne Stadt, aber die Ampelschaltungen dort sind die Pest. Du stehst an jeder Ampel minutenlang. Das konnte ich mir nicht erlauben, da geht zu viel Zeit bei drauf. Also so schnell wie möglich ab in die Rheinanlagen und raus aus Bonn.
Über Bornheim, Wesseling und Hürth näherte ich mich der Stadtgrenze Köln. Es war ganz ausgezeichnet durch den Südpark zu radeln und um 14.40 Uhr erreichte ich nach knapp über 100 km das Ziel, das Rhein Energie Stadion. Da ging’s erst einmal in den Fanshop, einen Aufkleber für Aldinijas Auto, ein Essbesteck für die Nanomaus und ein Schulmäppchen für den Microhasen kaufen. Der Geisbock selbst ging hier leer aus, aber das sollte sich noch ändern, denn auf dem Weg in Richtung Bahnhof machte ich noch einen kleinen Abstecher in den Olivandenhof. Dort gibt es einen Outdoorladen, den ich bisher noch nicht kannte namens Globetrotter. Der sucht seines Gleichen, riesengroß und alles was das Herz begehrt über 4 Etagen. Leider hatte ich nicht die Zeit, ausgiebig dort zu stöbern. Ich steuerte lediglich zielgerichtet auf die 2. Etage um dort ein Trinksystem zu kaufen, das man direkt auf Wasserflaschen verschiedenster Größe schrauben kann.
Danach ging es dann in Richtung Bahnhof, wo um 16.32 Uhr ein Regionalexpress auf mich wartete, der mich wieder in Richtung Koblenz bringen sollte. Alles in allem war es wieder eine tolle Tour, sehr entspannend, weil durchgeplant und nicht wirklich anstrengend. Auf dem Tacho standen am Ende knapp 112 Kilometer bei einer Fahrzeit von weniger als 7 Stunden und knapp 4800 verbrauchten Kalorien. Ach ja, und es wurden immerhin noch 17 Tradis, die ich gefunden habe. Bleibt nur zu hoffen, dass der FC auch im kommenden Jahr die Klasse hält, damit ich einen Grund habe, die Pilgerfahrt 2012 anzugehen.