die pendeln sich nicht ins fast eh schon gespannte Seil sondern lassen sich senkrecht reinfallen.
Ja die gibt es und die nennen sich Sportkletterer oder Alpinkletterer im Vorstieg! Pendeln oder Fallen ins fast schon gespannte Seil findet beim Topropen statt.
Wenn Du eine Felswand im Vorstieg hoch kletterst verwendest Du zum Beispiel fest eingebaute Bohrhacken zur Sicherung. In einen solchen Hacken hängst Du eine Expresse (zwei Karabiner mit Schlinge verbunden)
Durch einen der Karabiner legst Du das Seil. Jetzt kletterst Du weiter bis zum nächsten Hacken. Dort hängst die nächste Expresse in den Hacken usw. bis zum Ende der Route.
Wenn Du auf dem Weg zum nächsten Hacken stürzt wird das Seil in der darunter liegenden Expresse umgelenkt. Dein Sicherungspartner dient dann als Gegengewicht. Mann fällt im Prinzip auch senkrecht ins SeilDas das beim DAV geübt wird ist klar! Ist nämlich Tagesgeschäft im Vorstieg. Das ganze passiert mit einem handelsüblichen Dynamikseil.
Entscheidend für die auftretende Belastung des Seils und des Kletternden ist der Sturzfaktor.
Sturzfaktor = Sturzhöhe / ausgegebene Seillänge
Beim Sturz oder bewusstem Fall von der Brücke ins Seil ist die Sturzhöhe = ausgegebene Seillänge. Somit haben wir eine Sturzfaktor von 1.
Siehe dazu auch:
http://de.wikipedia.org/wiki/SturzfaktorDas muss ein Seil mehrfach aushalten. Ein Normsturz wird übrigens mit Sturzfaktor 1.7 durchgeführt. Den machen moderne Kletterseile 7 bis 11 mal mit.
Natürlich sind solche Stürze nicht unbedingt wünschenswert. Lassen sich aber nicht verhindern. Gerade bei alpinen Mehrseillängenrouten treten Sturzfaktoren grösser 1 auf.