Autor Thema: Schon gelesen?  (Gelesen 909 mal)

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Offline smartcach

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Re: Schon gelesen?
« Antwort #15 am: 28. Juni 2011, 07:21:26 »
Ich würd´s nicht machen!

Folgt man den Links zu weiteren Vorschlägen bei Youtube findet man noch viel schlimmere Videos. Sind doch krank die Jungs.
Außerdem war da doch was mit Normstürzen und überhaupt Anzahl der Stürze pro Seil. Eine Kletterausrüstung ist zur Sicherung entwickelt worden und Pendelsprünge gehören da sicher nicht dazu.
Da geht sollte man also lieber zum Bungee-Onkel gehen und sich mit Gummiseil von der Brücke stürzen...

Offline Aceacin

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Re: Schon gelesen?
« Antwort #16 am: 28. Juni 2011, 23:11:08 »
Joo.. Das Dynamikseil ist danach sicher statisch. *g* Klar, da gibbet so welche, die pendeln sich nicht ins fast eh schon gespannte Seil sondern lassen sich senkrecht reinfallen. Sowas würde ich schon aus Angst um meinen Rücken nicht tun. Das fiele mir nicht ein. Aber ich hab auch schonmal von 'ner Klassenkameradin (als ich noch in der Schule war) gehört, dass die im Alpenverein sowas immer wieder mal üben. Die war (oder ist vielleicht noch) in dem Verein.

CU,
Tobias
Vielleicht sind wir doch blinder, als wir auf den ersten Blick sehen können.

Offline oljoka

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Re: Schon gelesen?
« Antwort #17 am: 28. Juni 2011, 23:44:18 »
Zitat
die pendeln sich nicht ins fast eh schon gespannte Seil sondern lassen sich senkrecht reinfallen.

Ja die gibt es und die nennen sich Sportkletterer oder Alpinkletterer im Vorstieg! Pendeln oder Fallen ins fast schon gespannte Seil findet beim Topropen statt.
Wenn Du eine Felswand im Vorstieg hoch kletterst verwendest Du zum Beispiel fest eingebaute Bohrhacken zur Sicherung. In einen solchen Hacken hängst Du eine Expresse (zwei Karabiner mit Schlinge verbunden)
Durch einen der Karabiner legst Du das Seil. Jetzt kletterst Du weiter bis zum nächsten Hacken. Dort hängst die nächste Expresse in den Hacken usw. bis zum Ende der Route.
Wenn Du auf dem Weg zum nächsten Hacken stürzt wird das Seil in der darunter liegenden Expresse umgelenkt. Dein Sicherungspartner dient dann als Gegengewicht. Mann fällt im Prinzip auch senkrecht ins SeilDas das beim DAV geübt wird ist klar! Ist nämlich Tagesgeschäft im Vorstieg.  Das ganze passiert mit einem handelsüblichen Dynamikseil.

Entscheidend für die auftretende Belastung des Seils und des Kletternden  ist der Sturzfaktor.

Sturzfaktor = Sturzhöhe / ausgegebene Seillänge

Beim Sturz oder bewusstem Fall von der Brücke ins Seil ist die Sturzhöhe = ausgegebene Seillänge. Somit haben wir eine Sturzfaktor von 1.
Siehe dazu auch: http://de.wikipedia.org/wiki/Sturzfaktor

Das muss ein Seil mehrfach aushalten. Ein Normsturz wird übrigens mit Sturzfaktor 1.7 durchgeführt. Den machen moderne Kletterseile 7 bis 11 mal mit.
Natürlich sind solche Stürze nicht unbedingt wünschenswert. Lassen sich aber nicht verhindern. Gerade bei alpinen Mehrseillängenrouten treten Sturzfaktoren grösser 1 auf.