Autor Thema: Grundausstattung zum T5 klettern  (Gelesen 6414 mal)

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Offline Schwanenhals

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Re: Grundausstattung zum T5 klettern
« Antwort #45 am: 24. August 2010, 21:20:30 »
@GeoGerd
Hallo, ich möchte zu deiner Frage hier noch einen wichtigen Teil ergänzen, da er sicherheitsrelevant ist. Zu silvergeos Berechnungen möchte ich bemerken, das es sich bei seinen Angaben um statische Bruchlasten handelt d. h. eine Reepschnur von 5mm hält zwar 500kg aus, aber eben nur statisch (also ohne jegliche Bewegung). Bereits ein kurzes Rucken beim Aufstieg, wenn ich mit dem Fuß z.B. abrutsche oder später beim loggen vielleicht nicht aufpasse bringt eine Last ins Seil, die ein mehrfaches meines Körpergewichts erreichen kann. Ich würde jedem dringend davon abraten sich nur an einer Reepschnur von 5mm hängend, einen Baum hoch zu machen. (Dafür ist eine Reepschnur nicht gedacht). Kaum ein Kletterer wird ein Seil nehmen welches nicht mind. eine statische Bruchlast von 20kN hat (also etwa 2000kg). Mit Prusik und Reepschnur steigen an einem entsprechenden Seil ist O.K. (anstatt Steigklemme) aber die Grundsicherung MUSS direkt am Hauptseil über Cinch o. ä. gewährleistet sein. Also bitte GeoGerd nicht nur an die Reepschnur hängen, auch wenn es 100mal gutgeht. Die sollte nur für den Notfall Verwendung finden.

Offline Eminenz

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Re: Grundausstattung zum T5 klettern
« Antwort #46 am: 24. August 2010, 21:27:35 »
@Silvergeo:" Beim nächsten Kurs sind ausschließlich Cacher ohne eigene Ausrüstung angemeldet, die wollen eben erst ausprobieren welche Geräte für sie in Frage kommen". Das ist ein Ding, was? :-*

Offline Fliecher

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Re: Grundausstattung zum T5 klettern
« Antwort #47 am: 24. August 2010, 21:33:50 »
Hallo Silvergeo,
da würde ich mich auch gerne anschliessen.
Aber um auf Deine vorherigen Einträge einzugehen:
es ist nicht so, dass wir z.B. nur mit dem GriGri gearbeitet haben. Wir wurden selbstverständlich auf die fehlende Paniksicherung aufmerksam gemacht und ich ich habe dort auch die anderen Systeme ausprobieren können. Also ich fühle mich schon gut und ausführlich informiert durch diesen Kurs!
Ich hoffe auch, dass Du mit "selbsternannte Lehrer" nicht Hendrik gemeint hast, denn den halte ich wirklich für sehr kompetent und professionell!
Mir (und ich bin überzeugt, allen anderen auch) hat dieser Kurs enorm viel Erfahrung und Sicherheit gebracht.

Dass jetzt die Praxis noch dazu kommen muss, ist klar. Das ist ja wie bei jeder Führerscheinprüfung usw.

Noch etwas, was ich im Nachhinein festgestellt habe:
Du hast in Deinem Eintrag z.B. geschrieben:
"Was die verschiedensten Aussagen Deiner selbsternannten Kletterlehrer betrifft, tritt genau das ein, was ich meine. Der eine erzählt so, der nächste wieder anders, aber keiner weiß wie es letztendlich richtig sein soll. So stehen die Anfänger vor verschiedenen teilweise erheblich falschen Aussagen und begeben sich damit letztendlich in die Gefahr, weil sie sich Krams kaufen, aber gar nicht wissen, wie  sie damit umgehen müssen."

Falsch.
Ich habe mir z.B. gesagt, ich kaufe mir vor dem Kurs in der Biwakschachtel lediglich die persönlichen Ausrüstungen, sprich Gurt und Helm, alles andere erst nach der Beratung und dem Kurs.
Dirk hat sich im Gegensatz dazu vorher in der Biwakschachtel beraten lassen und entsprechend auch gekauft, und ich muss im Nachhinein (auch nach dem Kaufen eines entsprechenden Buches) sagen, dass exakt diese Ausrüstung auch die meine sein wird, weil sie genau den Bedürnissen entspricht.
Soll heissen: die Beratung, die Dirk bekommen hat, war m.E. optimal für uns abgestimmt!


Viele Grüße

Gerd

Offline Eminenz

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Re: Grundausstattung zum T5 klettern
« Antwort #48 am: 24. August 2010, 21:42:25 »
Bruchlast = Durchmesser² * 0,2 (Durchmesser im Quadrat mal 0,2)

Das ist die genaue Formel zur Berechnung der Reepschnurbruchlast. Es ist absolut legitim sich in einen 5er Prusik zu setzen um ein defektes Gerät auszubauen und ein neues zu installieren, ebenso zum redundanten abseilen mit GriGri etc. als Kurzprusik genutzt reagiert die 5er Schnur sehr bissig. Beim Aufstieg via Prusik sollte darauf geachtet werden mit zwei Schnüren gesichert zu sein.

Offline Schwanenhals

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Re: Grundausstattung zum T5 klettern
« Antwort #49 am: 24. August 2010, 22:16:09 »
Bevor sich Silvergeo und Eminenz hier noch duellieren möchte ich schlichtend eingreifen und erwähnen, dass bei der Berechnung der Bruchlast natürlich beide recht haben. Bei silvergeos Formel ist das Ergebnis in kg und bei der korrekten (nach Norm) in kN.

Offline Zenobit

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Re: Grundausstattung zum T5 klettern
« Antwort #50 am: 24. August 2010, 22:28:29 »
Ich denke so langsam reicht die Diskusion über die verschiedenen Kurse. Da dürfte mittlerweile jeder wissen, welcher Kurs für ihn besser passt.
Mich würde mehr interessieren, welche Hersteller es beim Material (Seile, Helme, Gurt) gibt und was man außderdem noch braucht. Ich hab öfters was von Karabiner und Aufsteighilfe gehört.
Was sollte denn auf mein Liste, wenn ich nen typischen T5-Baum machen will, wo ich 10-15 Meter am Seil hochklettern muss.

Ich glaube, dass war es mehr oder weniger, was ich am Anfang wissen wollte  :D
Gruß Zenobit

Offline Zenobit

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Re: Grundausstattung zum T5 klettern
« Antwort #51 am: 24. August 2010, 22:32:55 »
Vielen vielen Dank für die Infos. Mittlerweile versteh ich auch warum man erst den Kurs machen soll. Das hier ist zwar sehr informativ, aber so langsam werd ich doch von der ganzen Theorie erschlagen, vorallem wenn man Worte wie Prusik, ATC, Reebschnur oder Grigri das erste Mal hört. :huh:
Vielleicht kann ich ja am Freitag wieder was von Olaf in der Praxis lernen. *freu* (<== warum gibt es dafür keinen Smiley?) :)
Wenn ihr erfahrenen Kletterer irgendwann mal jemanden braucht, der mitkommt (wegen Sicherheit C:-) und so), dann sagt einfach Bescheid. Hier oben in der Asbacher Ecke sind auch ne Menge Klettercaches.

Auch hier kann ich dir nur Zustimmen, hätte nie gedacht, dass meine Frage so nen Wirbel hier veranstaltet  ;)

Offline Fliecher

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Re: Grundausstattung zum T5 klettern
« Antwort #52 am: 24. August 2010, 23:06:48 »
Was heisst hier Wirbel? Es geht hier nun mal um eine Sache, die entscheidet, ob die Sache sicher, gefährlich oder vielleicht sogar tödlich ist!
Deswegen ist diese Diskussion m.E. sehr, sehr wichtig, damit jeder merkt: ohne Ausbildung geht es nicht !
Im Endeffekt ist es doch auch nicht wichtig, ob man bei der KSE oder der Biwakschachtel den Kurs macht; Hauptsache: man macht ihn, bevor man einen T5 in Angriff nimmt!
Und danach eben auch noch mit erfahrenen T5- Leuten die entsprechenden Erfahrungen sammelt.
Viele Grüße

Gerd

Offline Zenobit

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Re: Grundausstattung zum T5 klettern
« Antwort #53 am: 25. August 2010, 09:04:56 »
@Fliecher, so war das auch nicht gemeint! Natürlich ist Sicherheit wichtig (daher mache ich ja auch einen Lehrgang), aber die ursprüngliche Frage war, welche Teile ich in einer Grundausstattung benötige, die:
1. Fürs Cachen ausreichend sind auch Punkto Sicherheit und
2. nicht unbedingt Highhend sind, um auch wie u.a. geschrieben wurde Rettungen aus ner Seilbahn vornehmen zu können
3. kann man sich auch totkaufen

Grüße
Rainer

Offline Silvergeo

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Re: Grundausstattung zum T5 klettern
« Antwort #54 am: 25. August 2010, 17:26:15 »
So, endlich antworten. Heute morgen vor der Arbeit hat es nicht mehr funktioniert. :-(

@ Schwanenhals + Reepschnurergänzung:

Absolut korrekt.


@ Fliecher:

Kein Problem. Dann machen wir uns mal etwas aus. Kommendes wochenende geht es allerdings definitiv nicht. Da bin ich komplett ausgebucht. An Geräten kann ich übrigens folgende anbieten, die ich auch persönlich besitze: Grigri, Abseilacht, ATC-XP und den ID's. Ansonsten gearbeitet habe ich sowohl schon mit dem Eddy von Edelrid und den Cinch von Trango. Das mit den "selbsternannten Lehrern" ging nicht von mir aus, sondern von Eminenz. Ihn würde ich nie zu den Möchtegern-Lehrern zählen. Ich hab ihn schon  in Felswänden klettern sehen und Hendrik weiß was er tut. Nein. Mit den Möchtegern-Lehrern meine ich die, die zweimal im Seil gehangen haben, selbst nicht mal vernünftig mit der ausrüstung klar kommen oder fachlich enorme Schwächen haben, aber meinen anderen die Kletterei erklären zu müssen ohne das elementare wichtige (z.B. Selbstsicherung vor Absturz) zu vermitteln. Was Deine Beanstandung betrifft bezüglich der "selbsternannten Kletterlehrer" sollte damit geklärt sein. Ebenfalls kann man sich auf Schwanenhals verlassen. Habe zwar noch nicht mit ihm zusammen geklettert, aber aufgrund der Beiträge hier, ist er als Wissender entlarvt ;-)

@ Schwanenhals + Duellierung:

Wieso sollte ich mich mit Hendrik duellieren? :-D Dazu besteht absolut kein Anlaß. Schon kjlar, das ssein Ergebnis in Tonnen herauskommt und meins in Kilogramm. Aber wenn mir jemand einen Unterschied im Gewicht zwischen 200 kg und 0,2t, dann darf er sich gerne melden *LÖL*

@ Fliecher + KSE oder Biwakschachtel:

Im Endeffekt ist es sicherlich egal. Der eine will mehr lernen, der andere begnügt sich halt erstmal mit weniger. Wie Du selbst schon sagtest: Das wichtigste ist, das man es richtig lernt und vor allen Dingen nie alleine geht und sich immer erfahrene T5-Leute mitnimmt.

@ Zenobit:

Sicher sind unterm strich alle Geräte, wenn sie richtig eingesetzt werden und an eine Paniksicherung gedacht wird. Immerhin werden die Geräte genau für den Zweck des kletterns gebaut. Spezielle Fähigkeiten, wie das Seilbahn befahren, muß man natürlich nur haben, wenn man solche Caches auch machen will. Den meisten wird sicherlich ein auf den Baum / die Felswand und wieder runter genügen.

Grüße

Stefan
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Offline Krolock

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Re: Grundausstattung zum T5 klettern
« Antwort #55 am: 28. August 2010, 10:53:45 »
Nachdem ich gestern beim Kletterrudel weiter infiziert worden bin und die Theorie ein wenig mit Praxis unterfüttern konnte, gehen meine Fragen nun ins Detail.
Welche Hersteller bzw. Modelle könnt empfehlen bei
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  • Karabiner
  • Steigklemme
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Offline oldpandur

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Re: Grundausstattung zum T5 klettern
« Antwort #56 am: 28. August 2010, 11:49:32 »
Nachdem ich gestern beim Kletterrudel weiter infiziert worden bin und die Theorie ein wenig mit Praxis unterfüttern konnte, gehen meine Fragen nun ins Detail.
Welche Hersteller bzw. Modelle könnt empfehlen bei
  • Hüftgurt
  • Karabiner
  • Steigklemme
  • Helm
  • Bandschlingen

Das ist gar nicht so einfach, weil es wirklich sehr unterschiedliche Menschen gibt. Wenn ich eine grundsätzliche Empfehlung aussprechen soll, dann vor allem die, dass man nur Neuware von geprüften Markenherstellern und im Fach- oder Fachversandhandel kaufen soll.

Gerade bei Helm und Hüftgurt sollte man einen mehrstündigen Aufenthalt in einem Fachggeschäft einplanen, um diese dort ausgiebig auf Bequemlichkeit und Handhabung zu testen.

Während man das tut, kann man sich direkt an den verschiedenen Steighilfen und Sicherungsgeräten probieren, die Hanhabung der Karabiner testen etc.

Ohne hier Schleichwerbung machen zu wollen: Wenn Du in der Nähe von Koblenz wohnst, dann könntest Du einen Termin mit Hendrik (Eminenz) vereinbaren, der wird Dich sicherlich sehr gut beraten und Dir aus meiner Erfahrung auch nicht das Teuerste aufschwatzen, sondern das, was Du brauchst.
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Geisbock1212

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Re: Grundausstattung zum T5 klettern
« Antwort #57 am: 28. August 2010, 19:10:46 »
Ich war eben noch in der Schachtel und habe meine Ausrüstung um einen Helm und eine 60 m Wurfleine erweitert. Von dem Säckchen habe ich ganz schnell Abstand genommen, das sollte 20 Euro kosten. Ich versuche es dann zunächst mal mit einem mit Sand gefüllten Petling.

Offline oldpandur

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Re: Grundausstattung zum T5 klettern
« Antwort #58 am: 28. August 2010, 20:05:05 »
(...)Ich versuche es dann zunächst mal mit einem mit Sand gefüllten Petling.

Davon kann ich nur abraten - mit cdraws und glamourbabe zusammen haben wir den schon mehrfach beim Werfen zersägt. Die m.E. beste Lösung ist eine kleine und legale Jagdzwille mit einem Anglerblei.
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Offline Silvergeo

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Re: Grundausstattung zum T5 klettern
« Antwort #59 am: 28. August 2010, 22:36:01 »
Ich war eben noch in der Schachtel und habe meine Ausrüstung um einen Helm und eine 60 m Wurfleine erweitert. Von dem Säckchen habe ich ganz schnell Abstand genommen, das sollte 20 Euro kosten. Ich versuche es dann zunächst mal mit einem mit Sand gefüllten Petling.

20 Euro für ein Säckchen? Das ist aber teuer. Die kosten sonst zwischen 15 und 16 von Edelrid.
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